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Die
Geschichte der "Krusenstern" vom Stapellauf als "Padua"
bis heute:
1.
Die Geschichte der "Padua" vom Stapellauf bis zur Übergabe
an die Sowjetunion 1946
24.
Juni 1925 Kiellegung auf der Werft Joh. C. Tecklenborg, Wesermünde, für
F. Laeisz, Hamburg.
Genau ein Jahr später läuft die "Padua" vom Stapel.
Sie unternimmt 16 Reisen als frachtfahrendes Segelschulschiff nach Chile
und Australien, auf denen sie Salpeter oder Weizen transportiert.
Einige der Reisen sind berühmt geworden, weil sie als prestigeträchtige
Rennen z.B. gegen die "Passat" und die "Priwall" gesegelt
wurden.
Außerdem machte "Padua" vom 10.10.35 bis zum 28.12.35
eine Filmreise via Madeira und Casablanca für den französischen Film
"Die Meuterei auf der Elsinore" nach Jack London.
Die letzte zivile Fahrt/Ladungsreise endete am 8.8.1939 von Glasgow kommend
in Hamburg.
Am 12.Mai 1940 segelte die "Padua" für Filmaufnahmen nach
Stettin/Szczecin ("Ein Herz geht vor Anker"); danach blieb sie
in der Ostsee und unternahm dort Ausbildungsfahrten (z.B. im Spätherbst
1940 nach Reval)
Im Kriegsjahr 1943 bekam die "Padua" eine Kanone an Bord; das
Schiff war für die deutsche Wehrmacht aber wohl eher eine Belastung.
Ab März 1944 verbrachte sie den Krieg aufgelegt in Flensburg. Das
Kriegsende erlebte sie in Glücksburg, von wo sie am 28.8.45 nach
Hamburg segelte.
Am 31. Dezember 1945 verließ die Padua Hamburg und wurde nach Kiel geschleppt,
von wo aus sie ihre letzte Reise (als Padua) über Lübeck nach Swinemünde/Swineouszcie
antrat. Dort wurde sie am 12. Januar 1946 mit Proviant und Inventar an
die russischen Behörden übergeben.
Mehr
zur Geschichte der "Padua"

2.
Das zweite Leben der "Krusenstern" ex Padua von 1946 bis heute:
11.
Januar 1946: Die "Padua" tritt ihre letzte Reise an, von Hamburg über
Kiel und Lübeck nach Swinemünde/Swineouszcie, wo sie an die Sowjetunion
übergeben wurde.
Nach der Übergabe an die Sowjetunion wurde das Schiff nach Kronstadt bei
Leningrad geschleppt, überholt und in "Krusenstern" umbenannt.
Bis 1959 zählte sie zwar offiziell zur sowjetischen Ostseeflotte,
blieb aber aufgelegt im Hafen.
Nach erneutem Umbau 1959 bis 1961 - sie erhielt bei dieser Gelegenheit
auch ihre erste Maschine - diente sie dem Hydrographischen Institut. Als
ozeanographisches Forschungsschiff bereiste sie Atlantik, Karibik und
Mittelmeer. Damals hatte sie noch nicht den dunklen Anstrich mit den aufgemalten
Geschützklappen. Die "Krusenstern" bekam 1964 eine neue
Maschine eingebaut und im Jahre 1969 wurde sie zum Ausbildungsschiff für
Kadetten umgebaut. Seit dieser Zeit wird an Bord dieses Schiffes der nautische
Nachwuchs zu Offizieren herangebildet.
Heimathafen war von 1980 bis 1991 Tallinn; nach Loslösung Estlands
aus der Staatengemeinschaft wurde die "Krusenstern" nach Kaliningrad
verlegt. Regelmäßige Teilnahme an Regatten und Großsegler-Treffen.1993
wurde das Schiff umfassend in der Meerestechnik-Werft in Wismar überholt.
1995-96 Weltumsegelung.
1999: Die Teilnahme an der renommierten Cutty Sark - Regatta endete für
das russische Segelschiff mit einem guten dritten Platz.

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